Bundesverdienstkreuz für Hilda Röder

Am 4.3.2015 überreichte Staatssekretärin Marion von Wartenberg das Verdienstkreuz am Bande an Hilda Röder im Weil der Städter Rathaus. Hilda Röder wurde für ihr außergewöhnliches Engagement für den Hospizdienst geehrt. Sie ist die Begründerin unseres Dienstes, zusammen mit Christa Mandel.1992 gründeten die beiden Frauen die Hospizgruppe Weil der Stadt, die erste im Landkreis Böblingen.

Hilda Röder war die erste Leiterin der Hospizgruppe, später zusammen mit einem Leitungsteam. Das erste Büro war bei ihr zu Hause, wo eine 24 stündige Telefonbereitschaft gewährleistet werden konnte! Sie erarbeitete Konzepte für die Ausbildung von Ehrenamtlichen, entwickelte Strukturen für Gruppe und Leitung einer Hospizgruppe, kümmerte sich um die Finanzierung und Spenden und sorgte für die Vernetzung vor Ort.

Sie war eine Vordenkerin für die Hospizarbeit hier im Landkreis, aber auch auf Landesebene. Sie war an der Gründung der Landesarbeitsgemeinschaft Hospiz Baden-Württemberg beteiligt und 3 Jahre im Vorstand tätig.

Im Jahr 2013 veröffentlichte Hilda Röder ihren Roma „Henning flieht vor dem Vergessen“, in den viele Erfahrungen aus der Hospizarbeit, aber auch aus ihrem persönlichen Umfeld eingeflossen sind. In diesem Roman geht es um Würde, Alzheimer-Erkrankung und Sterbehilfe. Gerade jetzt ein hochaktuelles Thema!

 Vieles, was heute selbstverständlich ist, verdanken wir Hilda Röder. Sie ist unserem Hospizdienst immer in großer Verbundenheit zugewandt. Wir sind stolz auf unsere Gründerin und freuen uns mit ihr über diese große Auszeichnung.